Weinbergschnecken

Seit 2012 züchten wir auf unserem Bauernhof Weinbergschnecken.

Die Weinbergschnecke (Helix pomatia) gilt als schmackhafteste ihrer Art. Diese Schneckenart ist in der Schweiz, sowie in Ländern mit ähnlichen klimatischen Bedingungen beheimatet. Mit 2000 mm Niederschlag pro Jahr und der Schattseitenlage bietet unser Bauernhof den feuchtigkeitsliebenden Schnecken ideale Lebensbedingungen.

Die Weinbergschnecke erreicht mit 3-4 Jahren ihre endgültige Grösse und Geschlechtsreife. Ende Mai beginnt die Zeit der Paarung. Die Ablage der Eier erfolgt etwa 3 - 4 Wochen später. Die Weinbergschnecke gräbt mit ihrem Fuss im lockeren Erdboden ein etwa 5 cm tiefes Loch, in welches sie die Eier ablegt. Ein Gelege enthält 20 bis 60 Eier. Nach ungefähr 3 Wochen schlüpfen die Jungtiere.

Römer

Der Verzehr von Weinbergschnecken erlebte in Rom im ersten Jahrhundert vor Christus einen ersten Aufschwung. Um ca. 50 v. Chr. begann ein findiger Römer namens Fulvius Hirpinius mit der professionellen Aufzucht. Die Schnecken wurden mit Milch und mostgetränktem Mehl gemästet und erreichten dadurch beträchtliche Grösse. Die Römer waren es dann auch, welche die Weinbergschnecken in ganz Europa verbreiteten.

Mönche

Als beliebte Fastenspeise (weder Fisch noch Fleisch) gab es in den meisten Klöstern Schneckengärten. Mönche mästeten dort die Schnecken mit speziellen Kräutern, um ihnen eine gewisse Würze zu verleihen. Klosterköche entwickelten dabei eine ungeheure Fantasie in der Zubereitung ihrer Fastenspeisen. Noch heute ist die Fastenzeit Hauptsaison der Weinbergschnecken.